bonjour tristesse

manchmal stelle ich mir vor, ich sei die hauptfigur in einem film.
der film müsste schwarz/weiß sein und von ja und neins und auf und abs handeln. von menschen, die mich streifen, wenn sie mich streifen möchten.

meist würde ich gespiegelt werden: in schaufensterscheiben von cafés, in monitoren oder der fernsehscheibe, hinter der ein krimi läuft, ein winterkrimi, weiß wie schnee und rot wie blut.

ich würde in den augen von menschen gespiegelt werden oder in deren taten, die mir sagen, wer ich bin und was es daraufhin zu tun gibt.
oder was man besser sein lässt und begräbt im kopf oder im garten.

im film trinke ich sehr viel kaffee oder tee,
manchmal sitze ich auf einem schoß,
manchmal liege ich in einem arm,
sehr oft unter der decke.

im film warte ich meistens.
auf dem immergleichen sessel, den blick zur tür.
man hört das langsame ticken einer uhr und
man sieht mich gespiegelt im glas der wohnzimmertür.
manchmal läutet jemand. an der tür oder im chat oder am telefon.

als soundtrack meines films würde ich bloc party wählen.
als hauptdarstellerin mich selber.
ich selber würde den film mögen.

andere würden aufstehen und gehen und
erst einmal ein bier trinken an einer bar.

im spiegel hinter den aufgereihten flaschen
wäre aber schon wieder ich. gespiegelt.
vor mir ein glas rotwein.
es gibt kein entkommen.
wann versteht ihr denn endlich?

vielleicht trage ich im film
ein weißes shirt mit schwarzen streifen.
oder eine schwarze bluse.
ich bin mir noch nicht sicher.

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